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Cloud-Telefonie

Zentrale Rufnummer in Teams: Warteschleife und automatische Zentrale einrichten

Von Alexander HäffnerVeröffentlicht am 4 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt.

Eine zentrale Rufnummer, unter der verlässlich jemand abnimmt, bilden Sie in Microsoft Teams mit zwei Bausteinen ab. Die automatische Telefonzentrale (Auto attendant) begrüßt Anrufer, bietet ein Auswahlmenü und leitet sie abhängig von Geschäftszeiten und Feiertagen weiter. Die Anrufwarteschleife (Call queue) nimmt Anrufe auf der Hauptnummer an und verteilt das Gespräch nach festen Regeln auf Ihr Team. Beides sind Funktionen der Teams-Telefonie und werden im Teams Admin Center konfiguriert, ohne eigene Telefonanlage vor Ort.

Automatische Telefonzentrale: der erste Eindruck am Telefon

Die automatische Zentrale führt Anrufer laut Microsoft Learn anhand von Menüoptionen ans richtige Ziel: zu einzelnen Personen, in eine Warteschleife, an eine externe Rufnummer, in eine weitere Zentrale oder auf eine Voicemail. Ansagen erzeugen Sie per Text-to-Speech aus eingetipptem Text oder als eigene Audiodatei, Anrufer navigieren über die Telefontastatur oder per Sprachbefehl. Für jede Zentrale legen Sie Sprache und Zeitzone fest und definieren getrennte Abläufe für Geschäftszeiten, die Zeit danach und Feiertage. Auf Wunsch erreichen Anrufer zusätzlich eine zentrale Vermittlungsperson oder stellen sich per Namenssuche im Verzeichnis direkt zum passenden Mitarbeiter durch.

Anrufwarteschleife: die Hauptnummer klingelt beim Team

Die Warteschleife vergleicht Microsoft mit einem Wartezimmer: Anrufer hören eine Begrüßung und Wartemusik, während das System das Gespräch an verfügbare Mitarbeiter verteilt. Die mitgelieferte Standardmusik ist laut Microsoft frei von Lizenzabgaben, bei eigener Musik klären Sie die Rechte selbst. Als Annahmegruppe hinterlegen Sie bis zu 20 einzelne Personen oder bis zu 200 Mitarbeiter über Gruppen oder einen Teams-Kanal. Mitarbeiter können sich von der Warteschleife abmelden, und die statusbasierte Verteilung stellt Anrufe nur Kollegen zu, die in Teams als verfügbar gelten.

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Verteilmethoden: wer klingelt in welcher Reihenfolge

Vier Methoden stehen laut Microsoft Learn zur Wahl. Bei der gleichzeitigen Zustellung klingeln alle Mitarbeiter auf einmal, das Gespräch erhält, wer zuerst abnimmt. Die serielle Verteilung arbeitet die Liste in fester Reihenfolge ab. Round Robin verteilt eingehende Anrufe gleichmäßig über das Team, und die Methode „am längsten inaktiv" wählt den Mitarbeiter, der am längsten frei ist. Microsoft empfiehlt Round Robin oder „am längsten inaktiv" in Kombination mit statusbasierter Verteilung sowie eine Klingelzeit von mindestens 20 Sekunden pro Mitarbeiter.

Wer die Warteschleife auch unterwegs annehmen soll, nutzt dafür mehrere Rufnummern auf einem Smartphone.

Öffnungszeiten und Ausnahmen sauber regeln

Warteschleifen selbst kennen keine Öffnungszeiten. Microsoft empfiehlt deshalb, auch bei durchgehender Besetzung eine automatische Zentrale vor die Warteschleife zu schalten, die Zeitsteuerung übernimmt die Zentrale. Für Ausnahmen definieren Sie feste Reaktionen: wenn die maximale Zahl wartender Anrufe erreicht ist (standardmäßig 50, einstellbar bis 200), wenn die maximale Wartezeit überschritten wird (bis 45 Minuten) oder wenn niemand angemeldet ist. In diesen Fällen wird der Anruf getrennt oder umgeleitet, etwa an eine Person, eine andere Warteschleife oder eine geteilte Voicemail, deren Nachrichten samt Audiodatei und Transkript im Postfach einer Microsoft-365-Gruppe landen. Optional bietet Teams wartenden Anrufern einen Rückruf an, sobald ein Mitarbeiter frei wird.

Wer Anrufe ganz vermeiden möchte, lässt Kunden ihren Termin gleich selbst buchen: Microsoft Bookings einrichten.

Voraussetzungen und Lizenzen

Laut Microsoft benötigen Sie mindestens eine Teams Phone Lizenz im Unternehmen sowie je Zentrale und Warteschleife ein sogenanntes Ressourcenkonto, dem eine kostenfreie Lizenz „Microsoft Teams Phone Resource Account" zugewiesen wird. Damit Anrufe von außen ankommen, erhält das Ressourcenkonto eine Rufnummer, wahlweise direkt von Microsoft, über einen Netzbetreiber per Operator Connect oder per Direct Routing mit einem eigenen Telefonieanbieter. Mitarbeiter, die Anrufe aus der Warteschleife annehmen, müssen selbst für die Teams-Telefonie freigeschaltet sein; Teams Phone ist je nach Microsoft-365-Plan als Zusatzlizenz zu buchen. Weiterleitungen an externe Rufnummern erfordern je nach Rufnummerntyp zusätzlich ein nutzungsbasiertes Gesprächsguthaben. Läuft Ihre Kommunikation noch nicht in Microsoft 365, ist die Telefonie ein guter Anlass, die Microsoft-365-Migration gesamthaft zu planen.

Häufige Fragen

Was passiert mit Anrufen außerhalb der Geschäftszeiten?

Sie folgen dem Zeitplan der automatischen Zentrale. Üblich ist eine Ansage mit Hinweis auf die Öffnungszeiten, kombiniert mit der geteilten Voicemail. Deren Nachrichten findet das Team anschließend als E-Mail mit Transkript vor.

Erkennt das Team, ob ein Anruf über die Hauptnummer kommt?

Ja. Beim eingehenden Anruf zeigt Teams laut Microsoft den Namen der Warteschleife beziehungsweise des zugehörigen Ressourcenkontos an. Mitarbeiter sehen so vor dem Abheben, dass die zentrale Nummer klingelt, und melden sich entsprechend.

Was passiert, wenn alle Mitarbeiter im Gespräch sind?

Der Anrufer wartet zunächst mit Wartemusik. Greifen die konfigurierten Grenzen, folgt die von Ihnen festgelegte Reaktion: Umleitung an eine Vertretung, eine andere Warteschleife oder die Voicemail. Alternativ bietet Teams den Rückruf an.

So unterstützt Sie die High5Manufaktur GmbH

Cloud-Telefonie mit Microsoft Teams gehört zu den Kernleistungen der High5Manufaktur GmbH. Wir planen Rufnummernkonzept, Zentrale und Warteschleifen für kleine und mittlere Unternehmen im Raum Karlsruhe und bundesweit, richten Ansagen, Zeitpläne und Verteilregeln ein und halten die Umgebung im Rahmen unserer proaktiven Überwachung und Wartung im laufenden Betrieb aktuell. Sie erreichen bei uns einen direkten Ansprechpartner, der Ihre Telefonie kennt.

Quellen

Mehr zum Thema: Alle Artikel und die wichtigsten Fragen stehen im Ratgeber Microsoft 365.

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Alexander Häffner

Alexander Häffner

Geschäftsführer der High5Manufaktur GmbH. Betreut seit 2021 kleine und mittlere Unternehmen bei Microsoft 365, IT-Sicherheit und Digitalisierung.

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