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Microsoft 365

PDF in Word bearbeiten: ohne Zusatzsoftware und ohne dubiose Gratis-Konverter

Von Alexander HäffnerVeröffentlicht am 4 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt.

Um eine PDF-Datei zu ändern, brauchen Sie in vielen Fällen weder Zusatzsoftware noch einen Online-Dienst: Öffnen Sie die Datei direkt in Word über „Datei" und „Öffnen". Word erstellt dabei eine Kopie, wandelt deren Inhalt in ein bearbeitbares Dokument um und lässt die Original-PDF unverändert. Nach der Bearbeitung exportieren Sie das Ergebnis wieder als PDF. Laut Microsoft funktioniert das unter Windows in Word für Microsoft 365 sowie Word 2016 bis 2024, und zwar am besten bei PDFs, die hauptsächlich Text enthalten. Bei gescannten Dokumenten ohne Textebene stößt der Weg an seine Grenze, dazu unten mehr.

Warum Gratis-Konverter das eigentliche Risiko sind

Wer nach „PDF bearbeiten" sucht, landet schnell bei kostenlosen Webdiensten. Technisch funktionieren viele davon, doch der Preis ist der Upload: Das Angebot, der Vertrag oder die Bewerbungsunterlage wandert auf fremde Server, häufig ohne klare Aussage dazu, wo diese stehen, wie lange die Datei dort bleibt und was mit ihr geschieht. Sobald personenbezogene Daten enthalten sind, wird daraus ein Thema für Ihre IT-Compliance, denn die Verantwortung für den Umgang mit diesen Daten bleibt bei Ihrem Unternehmen. Dass Beschäftigte solche Dienste aus Bequemlichkeit nutzen, ist zudem ein klassisches Beispiel für Schatten-IT und ein guter Anlass für ein Awareness-Training. Die einfachste Abhilfe ist, den vorhandenen Weg über Word zu kennen und zu nutzen.

Soll ein PDF vertraulich bleiben, lässt es sich mit Bordmitteln schützen: PDF mit Passwort versehen.

Schritt für Schritt: PDF in Word öffnen und bearbeiten

Der Ablauf stammt aus dem Microsoft-Support-Artikel „Bearbeiten einer PDF-Datei":

  1. Starten Sie Word und wechseln Sie zu „Datei" und „Öffnen". Klicken Sie bei Bedarf auf „Durchsuchen" und wählen Sie die PDF-Datei aus.
  2. Word zeigt einen Hinweis an: Es wird eine Kopie der PDF erstellt und deren Inhalt in ein Format umgewandelt, das Word darstellen kann. Die Original-PDF wird dabei nicht geändert. Bestätigen Sie mit „OK".
  3. Nach der Umwandlung bearbeiten Sie das Dokument wie jede andere Word-Datei: Text korrigieren, Absätze ergänzen, Bilder austauschen.
  4. Für die fertige PDF wechseln Sie zu „Datei" und „Speichern unter" und wählen als Dateityp „PDF". Denselben Zweck erfüllt der Weg über „Datei", „Exportieren" und „PDF/XPS-Dokument erstellen".
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Grenzen, die Sie vor dem Versand kennen sollten

Word versucht bei der Umwandlung, das Layout der PDF nachzubauen. Microsoft weist in den Artikeln „Bearbeiten einer PDF-Datei" und „Öffnen von PDFs in Word" offen darauf hin, dass das Ergebnis nicht exakt wie die ursprüngliche Datei aussehen muss: Zeilen- und Seitenumbrüche können an anderen Stellen liegen, und Elemente wie Tabellen mit Zellenabstand, Fußnoten über mehrere Seiten, Endnoten, Positionsrahmen, Kommentare oder nachverfolgte Änderungen werden nicht zuverlässig übernommen.

Die zweite Grenze betrifft Scans. Enthält eine PDF überwiegend Grafiken, kann laut Microsoft die ganze Seite als Bild erscheinen, und dann lässt sich der Text nicht bearbeiten. Genau das ist bei eingescannten Dokumenten der Fall, denn ein Scan ist ein Foto der Seite ohne dahinterliegende Textebene. Solche Dateien werden über den Word-Weg nicht bearbeitbar; dafür wäre eine Texterkennung (OCR) nötig. Für Dokumente, deren Layout verbindlich bleiben muss, etwa amtliche Formulare, ist die Konvertierung ebenfalls der falsche Weg. Prüfen Sie das Ergebnis deshalb immer, bevor es an Kunden oder Behörden geht.

Soll das fertige Dokument unterschrieben werden, hilft eSignature für Microsoft 365.

Häufige Fragen

Wird meine ursprüngliche PDF-Datei verändert?

Nein. Word arbeitet ausschließlich mit einer Kopie und weist beim Öffnen ausdrücklich darauf hin, dass die Original-PDF unverändert bleibt. Falls die konvertierte Fassung nicht brauchbar ist, liegt die ursprüngliche Datei weiterhin unangetastet an ihrem Speicherort.

Warum kann ich den Text meiner gescannten PDF nicht bearbeiten?

Ein Scan enthält keinen Text, sondern ein Bild der Seite. Word übernimmt bei der Umwandlung nur vorhandenen Text; besteht die Seite aus einem Bild, erscheint sie laut Microsoft auch in Word als Bild und bleibt nicht bearbeitbar. Abhilfe schafft nur eine Texterkennung (OCR), die aus dem Scan wieder echten Text macht.

Geht das auch in Word im Browser?

Die Microsoft-Anleitung nennt für das Öffnen und Bearbeiten von PDFs die Windows-Desktop-Versionen, also Word für Microsoft 365 sowie Word 2016 bis 2024. Planen Sie die Bearbeitung deshalb am installierten Word unter Windows ein, nicht in der Browser-Version.

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Quellen

Mehr zum Thema: Alle Artikel und die wichtigsten Fragen stehen im Ratgeber Microsoft 365.

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Alexander Häffner

Alexander Häffner

Geschäftsführer der High5Manufaktur GmbH. Betreut seit 2021 kleine und mittlere Unternehmen bei Microsoft 365, IT-Sicherheit und Digitalisierung.

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